Category : Gedanken zur Kunst
Das Ei als Ursprungsform
Das Oval als ein Ausdruck des dynamischen Kreises
Seit einem Kunstprojekt (“Hase oder Ei – was hat Ostern mit Freiheit zu tun?“) in den 90.ern, inspiriert und durchdrungen von der Kraft dieser Form beschloß ich, das Oval oder auch die Ei-Form als Experimentierfeld in die Malerei zu nehmen. Ausgehend von einer Fragestellung aus der Farbenlehre: “Welche Grundform kann den Grund- und Sekundärfarben zugeordnet werden”, entwickelten sich viele Farbvariationen…
Seit Menschengedenken findet diese Urform in Gestaltung von Weltbildern ihren Einsatz. Nicht der wohlpropotionierte und symetrische Kreis, sondern die vielleicht aus der Natur abgeleitete Version der Ei-Form diente den Menschen aus “Fassung” oder als Formbegrenzung – um ihr Weltbild darzustellen…
This entry was posted on Wednesday, February 15th, 2012 at 18:37
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Für einen klirrend kalten Tag
This entry was posted on Saturday, February 4th, 2012 at 14:54
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Vernissage Facettenreich
This entry was posted on Thursday, January 12th, 2012 at 22:39
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So viele Farben…
This entry was posted on Sunday, January 1st, 2012 at 16:55
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Egon Schiele
EGON SCHIELE: »DAS UNRETTBARE ICH« – Werke aus der Albertina
3. Dezember 2011 – 4. März 2012, Di – So 10 – 18 Uhr
Auch heute noch wirken seine Zeichnungen verstörend – nicht weil sie obszön oder zu freizügig wären, sondern weil sich in ihnen der unbedingte Wunsch nach dem “Begreifen des Wesens” ausspricht. Die Werke aus der Albertina (Wien) zeigen Schieles Kosmos auf und die Konzentration auf das zeichnerische Werk, sowie auf die selten gezeigten Texte und Gedichte eröffnet dem Besucher einen “intimeren” Blick auf diesen wachen und zum Teil wohl auch geplagten Geist.
Ein Selbstbild
Ich bin für mich und die, denen
Die durstige Trunksucht nach
Freisein bei mir alles schenkt,
und auch für alle, weil alle
ich auch Liebe, – Liebe.
Ich bin von vornehmsten
Der Vornehmste
Und von Rückgebern
Der Rückgebigste
Ich bin Mensch, ich liebe
Den Tod und Liebe
Das Leben.
Egon Schiele: Ein Selbstbild, 1910
Egon Schiele im Kunstbau des Lenbachhauses
“An was denkt man, wenn man den Namen Egon Schiele hört? Wohl an weibliche Modelle zwischen Androgynität und Magersucht, unfertige Skizzen, provokative Aktdarstellungen und pathologisch wirkende Selbststilisierungen … ” hier weiter lesen: “Das kuratorische Konzept der Ausstellung scheint sich dabei geradezu gegen Schieles skandalöse Biografie zu wehren und versucht “
Tags: Egon Schiele, Lenbachhaus
This entry was posted on Thursday, December 22nd, 2011 at 16:02
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This entry was posted on Saturday, December 17th, 2011 at 11:35
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Aus dem Atelier – Impressionen zu neuen Arbeiten, zum Teil in Auftrag ausgeführt…
This entry was posted on Wednesday, December 14th, 2011 at 11:47
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Jegliche Farbwahrnehmung ist abhängig vom Licht. Von dessen Intensität, Kraft und Reinheit (und zumeist unbeobachtet: von der Dunkelheit als dessen polares Gegenüber) …so erlebt die aufmerksame Betrachtung ganz verschiedene Nuancen oder gar Welten von Dichte und Intensität, je nachdem wie das “natürliche” Licht mit der Farbe spielen kann. Direkte Sonneneinstrahlung, gedämpftes Nordlicht oder Kunstlicht beeinflußen jede Farbe und jegliche Farbwahrnehmung existentiell.
Manchmal erlebe ich dieses Sehene wie ein Tanz zwischen Licht und Dunkelheit, aus dem heraus die Farbe geboren ihr lustvolles Spiel mit dem Auge treibt. Wie die Bewegung zwischen Polaritäten einen immerwährender Prozeß darstellt (phänomenologisch betrachtet), so führt auch die stille Anschauung einer in sich ruhigen, aber dennoch belebten Farbfläche auf diesen Pfad der Wandlung, auf den Weg des Ein- und Ausatmens, hin zum Pulsieren der Farbfläche…
Ausgehend von der These: Lichtqualität=Farbqualität ist es für das wahrnehmende Auge und die offene Seele immer wieder erstaunlich, in welche Tiefen der Betrachtung wir einsteigen können. Voraussetzung ist dabei die Bereitschaft, in uns die Stille einzulassen. Vorerst nichts zu tun als zu Schauen.
Farbmeditation
Landläufig ist die Vorstellung von Meditation derart verbreitet; der Geist soll still werden, die Gedanken beruhigt, während der Meditierende die Augen geschlossen hält und dem Atem folgend ganz bei sich ankommt. Viele Meditierende kommen damit gut zurecht… Ich nicht! Leider gelang mir das so nicht wirklich, da allein das Sitzen (womöglich noch im Schneidersitz) nach ein paar Minuten zur Quall wird. Der Körper meldet sich und will eine andere Position einnehmen, was den Geist in Aufruhr bringt und so die Stille einfach nicht zustande kommt.
Aus der Arbeit mit der Farbfeld Malerei entstand schon vor Jahren im Atelier eine andere Art der “aktiven Stille”, eine Art “aktiver Meditation” während des Tuns, während des Malens. Ich bemerkte wie im Malakt der Geist – der plappende Verstand still wurde und das Tun eine Qualtät von aktiver Präsenz einnahm… Begleitet von Musik tauchte dann irgendwann mein unruhiger Geist ein in meinen Seelen-See und ward in sich ganz still. Diese Präsenz verhalf mir dann auch im Anschauen des Gewordenen zu einer anderen (erweiterten?) Wahrnehmung. Diese Qualität in der Anschauung half und hilft mir, dem Bild beim Werden zuzuschauen, ohne allzuviel zu drängen oder aus der Vorstellung heraus zu wollen. Wie jeder Künstler aus eigener Anschauung heraus weiß, will das Bild ab einem gewissen Moment ebenfalls etwas und da gilt es aufmerksam zu sein.
Erweiterte Wahrnehmung
Tags: Abstrakter Expressionismus, colorfield painting, Farbfeld-Malerei, Farbmeditation, Meditation
This entry was posted on Thursday, November 3rd, 2011 at 10:56
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das Verb (mhd. war nemen, ahd. wara neman) enthält als ersten Bestandteil das unter “wahren” behandelte Substantiv ‘Wahr’; “Aufmerksamkeit, Acht, Obhut, Aufsicht”. Es bedeutet demnach eigentlich “in Aufmerksamkeit nehmen, einer Sache Aufmerksamkeit schenken”. Ableitung ist WAHRNEHMUNG
(aus dem Herkunfstwörterbuch (DUDEN))
Das Wahrnehmen betrachte ich in meinen Werken als DIE Grundlage, um sich einem “Verständnis” zu nähern. Einem vorurteilsfreien Verständnis, geleitet durch vorurteilsfreie Anschauung. Denn diese leitet mich während des Entstehungsprozeßes. Im Malen, im Tun, in der aufmerksamen Bildbetrachtung während des Farbfeld-Entwicklungsproßes bildet sich immer ein Ruhepol, eine Aufmerksamkeitsbewegung hin zum Stille werden. In diesem Stille-Werden pulsiert die Seele, atmet ein und aus und weitet sich.
Mein Wunsch oder auch die bewußte Absicht ist hierbei die Entwicklung einer erweiterten Betrachtung. Im Schauen verbindet sich das sehende Auge, die offene Seele und der in Stille bereite Körper mit dem Atmen der Farbe, die immer Seelenaspekte in uns öffnet. Die immer wieder das Konstrukt der Zeit auflöst und ins Jetzt geleitet, sofern wir bereit sind, die Muster und Bindungen zu lösen. Und wenn diese “erweiterte Betrachgung”, das vorurteilsfreie Anschauen immer wieder gelingt könnte irgendwann hieraus ein neuer Sinn entspringen. Das dürfte der gleiche Sinn sein, den das Gebet, die stille Meditation, die Einkehr in die Stille und alles andere in uns Wirksame befördert, um in der Entschleunigung ganz in uns anzukommen…
Natürlich ist diese “Form” der Bildbetrachtung auf alles Wahrzunehmende anwendbar, ob es moderne oder klassische Kunst ist, ob es den Moment der Begegnung zweier Menschen beschreibt oder eine wimmelnde Menschenmenge auf dem broadway umfaßt; überall sind wir gefordert eine “neue” Weltbetrachgung zu üben. Einmal, um ein Handwerkszeug auszubilden in einer sich schneller drehenden Welt, zum anderen, um dem scheinenden und anscheinenden Wirbel in unserer Seele aufmerksam zu begegnen. Wir sind hier um zu lernen, um Erfahrungen zu machen, um uns selbst zu erfüllen, der Aufgabe unserer Seele gerecht zu werden. (Danke Sabrina für diese geliehenen Zeilen). So betrachte ich auch diese Herausforderung als immamente Aufgabe meines Seins. Und hoffe durch meine Kunst, diese stille Art der Betrachtung zu fördern…
Tags: Meditation, Wahrnehmung
This entry was posted on Monday, September 19th, 2011 at 21:24
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Inspiration als Quelle zur Farbfeldmalerei (colorfields)
Neben dem Forschen, Suchen und der stillen Arbeit an den Grenzen der Seele, im Hineintauchen in die Stille des Klangs gelangt das farbige Suchen an grenzenlose Ufer und weitet Farbflächen zu verdichteter Essenz…
einmal …
und ein andermal findet das nicht suchende Auge diese Kraft in der Natur. Wo doch die Malerei eine Disziplin des Lichts ist, so ist das Sehen wie das Konservieren durch Photographie eine erweiterte “Licht-Disziplin”. Natürlich werden hierbei Unterschiede sichtbar, den das Aufnehmen eines sich ganz allmählich verdunkelnden Himmels und das Schichten und Verdichten einer Farbfläche unterscheiden sich nicht allein in der Geste. Wo das Erste als ein “Hinein-Nehmen”, Aufnehmen beschrieben werden kann, so ist die zweite Geste ein “Heraus-Geben” und sichtbar machen.
Was wird sichtbar?
Lichtqualitäten? Seelische Welten? Assoziationen oder die zur Substanz gewordene Lichterfahrung? Farbe an sich mit seiner Materialqualität oder das, was das Licht durch Spiegelung, durch Rückstrahlung dem Auge anbietet? Und wie verhält es sich dann mit all den inneren Farben, die wir sehen (als Nachbild zum Beispiel – oder im Traum) und die uns tief berühren?
J.W.Goethe
Tags: colorfield painting, Farbfeld-Malerei
This entry was posted on Saturday, August 27th, 2011 at 16:26
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