Category : Gedanken zur Kunst
Neue Farbfelder oder auch erweiterte Sichtweisen auf die Unendlichkeit der Farbe, auf die Unbegreifbarkeit des Lichts, dessen Töchter die Farben sind.
Tags: Colorfields, Farbfeld-Malerei, Rothko
This entry was posted on Wednesday, March 16th, 2011 at 15:27
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Die Zeit hat “22 Wahrheiten über den Kunstmarkt” destilliert. Quelle ist ein Buch von Steve Martin, besser bekannt als Schauspieler oder Komiker. Sein neues Buch “An Object of Beauty” ist kürzlich in den USA erschienen und ziert dort die Bestseller Liste der New York Times.
1. Wer im Kunstmarkt Karriere machen will, braucht Eltern mit Geld.
2. Wer als Künstler kein Geld macht, der kann seine Miete mit dem Aufhängen von erfolgreicher Kunst verdienen.
3. Im Museum darf man Gemälde nicht anfassen, im Kunsthandel muss man. Nur durch Klopfen und Tasten erkennt man deren Zustand.
4. Ein Bietergefecht im Auktionssaal kann schon mal wie ein Aphrodisiakum wirken.
5. Eine Auktion ist eine Sportart, bei der Geld gegen Geld antritt.
6. Das Renoir-Gemälde einer jungen Frau ist immer teurer als das einer alten Frau.
7. Gab es bei einer Auktion kein einziges Gebot für ein Kunstwerk, dann ist es für mindestens sieben Jahre »verbrannt«.
8. Ein Auktionator muss gut nuscheln können.
9. Die besten Kunstwerke sind die teuersten, weil sie überleben wollen.
10. Zeitgenössische Kunst lässt sich in vier Gruppen einteilen: Kinderkram, krasses Zeug, schlaues Zeug, Pornos.
11. Sammler für zeitgenössische Kunst lassen sich in vier Gruppen einteilen: die Muskulösen, die Schönen, die ganz schön Sonderbaren und die Nachdenklichen.
12. Der Kunstmarkt besteht fast ausschließlich aus krummen Geschäften.
13. Die Gefühle, die man beim Kauf eines sehr teuren Kunstwerks verspürt, erinnern an die extreme Nervosität bei einer ersten Verabredung – oder einer Exekution.
14. Kunstsammler, die ihr Geld nicht geerbt haben, haben es meist mit extrem langweiligen Tätigkeiten verdient.
15. Gute Kunsthändler sind immer auf der Jagd.
16. Am meisten lieben die Sammler jene Kunst, die sie jahrelang verabscheut haben.
17. An einem Kunsthandel verdienen meist mehr Menschen, als Käufer und Verkäufer ahnen.
18. Ein Kunstsammler ist wie ein Briefmarkensammler – nur dass für ihn große Museen gebaut werden.
19. Wer im privaten Kunsthandel ernst genommen werden will, sagt »einskommazwei«. Auf keinen Fall »eine Million und zweihunderttausend«.
20. Die wichtigsten Adjektive für Händler älterer Kunst: schön, außergewöhnlich, erlesen, heiter, exquisit und – wichtig.
21. Sammler müssen keinen hohen IQ haben.
22. Kunstsammeln macht sexy.
Tags: Kunstmarkt, New York Times, Steve Martin, Zeit
This entry was posted on Thursday, February 24th, 2011 at 15:36
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Tage wie Nächte tragen Stille in sich, die Stille glimmt auf in Farben, die ähnlich und doch so ganz verschieden Halt finden am Seelenrand, ich verwandle mich mit ihnen, so wie sie mich verwandeln und dabei Farbklänge aufscheinen, fast so wie ein Lied von Donizetti gesungen von der wunderbaren Callas…gemalt und gesungen in stillen Farben…
This entry was posted on Saturday, January 22nd, 2011 at 13:42
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Es war die stunde wo ihr lied der klage
Die schwalbe sendet nach dem morgenlichte
Wol zum gedächtnis ihrer ersten plage
Wo unser geist befreiter vom gewichte
Des fleisches schweift und minder ist umgeben
Von denken göttlich fast durch die gesichte.
Da sah im traum ich einen adler schweben
Am himmel hin mit goldenem gefieder
Die schwingen weit als flög er abwärts eben.
Mir schien er sähe auf die lande nieder
Wo einst die seinen liess der schöne Schenke
Geraubt zum dienst der höchsten rates-glieder.
Ich fragte mich ob dieser vogel schwenke
Nur hier nach seinem brauch und andre stelle
Verschmähe wo er seine krallen senke.
Dann schien mir dass er kurz im kreise schnelle
Und schrecklich wie ein blitz die lüfte spleisse
Und aufwärts mich entführe in die helle
Dass er und ich in Einem brande gleisse..
Und also sengte eingebildet feuer
Dass es bewirkte dass der schlaf zerreisse.
Dante
Die göttliche Komödie — Übertragungen von Stefan George
FEGEFEUER ● IX. GESANG ● 13–33.
QUELLE: Gutenberg-Spiegel
…nach einem Konzert mit Manfred Seewann im Lebensraum Kunst am 16.Januar 2011, an einem warmen Januar Abend, an dem die Sonetto 47, 104 und 123 del Patrarca den Raum zum klingen brachten und die Zuhörer verzückte…
Tags: Dante, Göttliche Komödie, Manfred Seewann, Petrarca
This entry was posted on Sunday, January 16th, 2011 at 22:33
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Josef Albers in der Pinakothek der Moderne
Ab heute ein Muß für alle Farbfeldbegeisterten und Liebhaber echter Farb-Innovation. Der Meister aller Farbklassen zeigt auf der sehr sehenswert gehängten Schau in der Pinakothek der Moderne, München Farbwerke und auch Experimente in Grau seine Begeisterung für das unendliche Feld der Farbfeld-Gestaltung.
In seiner legendären Antrittsrede im Black Mountain College meinte er: “I wanna open eyes” – was ihm in dieser gezeigten Schau wohl wieder gelingen wird. Der Besucher sollte aber genügend Zeit einplanen, da sich dem flüchtigen Sehen nicht allzuviel entschlüsseln will. Das SCHAUEN ist hier gefragt.
Zum Künstler
Josef Albers, stellvertretender Bauhaus Direktor (1930-1933) emigrierte 1933 mit seiner Frau in die USA, als die Nazis nach das Bauhaus schlossen. In Amerika wurde er ans Black Mountain College in North Carolina gerufen, wo er von 1933 – 1949 tätig war. Legendär sind seine Ausführungen zu den Gesetzmäßigkeiten von Farbwirkungen. Farbfelder, aufgetragen in fast immer der gleichen Formensprache macht er dem Betrachter bewußt, wie relativ die einzelne Farbe in ihrer Wirklichkeit ist. Nichts ist gewisser als der Wandel.
Josef Albers in der Pinakothek der Moderne München

Malerei auf Papier
Ausstellung vom 16.12.2010 – 06.03.2011
Diese Ausstellung soll erstmals farbige Arbeiten auf Papier zeigen. Bestimmendes Thema ist dabei der Zyklus: “hommage to the square” den Josef Albers nach seiner Emigration in die Vereinigten Staaten unaufhörlich studiert und ausgebaut hat.
Ein paar weitere Infos auf der Pinakothek Homepage
Bei den unzähligen Arbeiten zu “hommage to the square” verwandeln sich einzelne Farben, je nach Farb- Nachbarschaft und treten in Wechselwirkung. Durch klare Abgrenzung und Monochromie erstrahlt jede einzelne Farbe in ganz eigener Kraft. Aber gerade dann, in konkreter Nachbarschaft zu einer anderen klaren Farbe verliert sie ihre Eigenständigkeit und gebiert jeweils an der Grenze zur anderen Farbe ein seltsames “Dazwischen” – ein Übergang entsteht, ein changierendes Etwas. Dieses ambitionierte Video verschafft einen kleinen, virtuellen Eindruck – allerdings sollte man dieses Phänomen an echten Werken studieren. Die oben erwähnte Ausstellung bietet da eine günstige Gelegenheit.
Tags: Bauhaus, Josef Albers, Pinakothek der Moderne Mücnhen
This entry was posted on Thursday, December 16th, 2010 at 15:13
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