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Geoffrey Oryema – Tag 28 – 365 Alben

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Beat the border

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Ein Album aus dem Jahr 1993 des aus Uganda stammenden Musikers Geoffrey Oryema. Dort wo afrikanische Rhythmen auf europäische Arrangements treffen, dort wo seine beeindruckende Stimme die Silben dieser geheimnisvollen Sprache formt, dort spürt das offene Ohr eine ganz eigene Weite und sofort tauchen Bilder von Savannen auf, von beige-gelben Feldern durchdrungen, die von Hitze und Staub flirren. (muß wohl an meinen Vorurteilen liegen…) Aus Uganda nach Paris geflüchtet macht er in der französische Metropole seine ersten musikalischen Gehversuche und nimmt Ende der siebziger erste Demo Aufnahmen auf.

Real World Gründer Peter Gabriel engagierte ihn für ein Wordmusik Festival (Womad) und produzierte mit Brian Eno sein Erstlingswerk „Exile“. .

Lapwony (Beat the border) dürfte ein beglückendes Beispiel für den trance-artigen Sound von Geoffrey Oryema sein – ein fließender, dahin-gleitender Song, ohne Anfang – ohne Ende aber nicht weniger mitreissend, wie viele dieser rhythmisch so vielschichtigen Lieder.

Lapwony auf „one shot not“ – DIE Musiksendung mit Manu Katche auf arte

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Gotan Project – Tag 27 – 365 Alben

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Lunatico

Gotan Project

Gotan Project

Das Lunatico auch in Buenos Aires aufgenommen wurde, ist naheliegend aber nicht zwingend, denn ob Paris, London oder Lissabon – überall wird heute „Weltmusik“ aufgenommen, remixed und produziert. Und so paßt das Gotan Projekt ganz selbstverständlich auch auf die Buddha Bar Reihe (Buddha Bar 3). Gerade mal 7 Jahre her hat Lunatico die Größe um ein Klassiker, zumindest im Tango Genre zu werden. Unser Tanzstudio spielt die meiste Zeit während den Tangostunden leider nur das ganz, ganz alte Zeugs und da ist es nicht immer leicht überhaupt den Takt heraus zu hören, geschweige den Tango taktvoll zu tanzen. Aber wie leicht ist es dann wieder mit dieser Musik einfach nur zu gehen, wenn die Figuren noch nicht im Körper angekommen sind. Wem das Bandoneon aber auf den Zeiger geht, der sollte lieber die Finger vom Gotan Project lassen…

GOTAN PROJECT – Diferente from Ya Basta records on Vimeo.

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Bebel Gilberto – Tag 24 – 365 Alben

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Bebel Gilberto

Bebel Gilberto – Photo by Janaina Tschäpe

Vielleicht ist das Gegenbild oder einfach ein echter Gegensatz verbindend – draußen ist wirklich kalt und diese sanft dahin gleitende Musik, basierend auf brasilianische Wurzeln verzaubert den Raum. Ein gewisses Fernweh ergreift mich immer, wenn Bebel Gilberto (2006)  ihre Rhythmen und Klänge verströmt. So ganz genau weiß ich es nicht, aber ich glaube das erste Album kam vor Jahren über eine Grabbelkiste zu mir, als ich noch fürs Radio tätig war.

„Simplesmente“ und „Aganjú“ haben es mir von Anfang gleich angetan und der Zauber von Bebels Gesang und Musik wurde seither mal um mal stärker. Zum Glück ist es viele Monate hier doch kalt, so daß es immer einen Anlaß für Bebels Musik gibt, denn auch ihr Album „Momento (2007)“ ist nicht weniger begklückend

Das Video zu Aganjú ist bildtechnisch eher mies, dafür ist die Musik…tja, Lautsprecher aufdrehen, zuhören und tanzen…