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Der Mal-Akt

Der Mal-Akt ist oft ein völlig improvisierter Vorgang. Die bange Frage, “Gelingt dieser Akt?” steht im Raum wie beim Schauspieler, der seinen Akt auf der Bühne spielt. Nur ist das Bild vorher nicht geübt, nicht erprobt, es ist im Moment des Entstehens ein Bühnenstück ohne Textbuch, ohne gelernten Text, ohne Regieanweisung – es ist eben Improvisation. So gibt es oft vor dem wirklichen Einstieg in den Malvorgang die Zeit des Zögerns, des Haderns, der Entmutigung, die aber gleichzeitig Raum der Sammlung, der Vorbereitung, der Ermutigung werden kann. Nach einer Weile stellt sich die Frage: “Entwickeln oder Bewahren” Was ist richtig, was des Bewahrens wert und was ist dem Wandlungsprozess unterworfen? Dabei ist die Wandlung, das Übermalen, das Farb- oder Formverändern genauso wichtig wie das Bewahren – wenn nicht sogar bedeutungsvoller. In der (Ver-)Wandlung liegt ein eigentümlicher Zauber, den in einer ersten unteren Malschicht ist oft der Keim zu etwas darauf Wachsendem verborgen – es ist der fruchtbare Boden für das Sich-Entwickelnde.

“Malerei als Fremdsprache? “

“Malerei ist heute doch notwendigerweise vorwiegend Projektionsfläche für das “Noch-Nicht-Gesagte”, für das Unformulierte, ja sogar für das “Noch-Nicht-Geschaffene” – wieso wollen so viele Menschen da ständig das “Schon-Gesagte” erkennen? Kunst ist doch immer das Einleben in das Noch-Nicht, sie sagt schon etwas von dem, was erst kommt oder was im Werden begriffen ist, sie wiederholt aber eben nicht das, was schon gesagt worden ist. Manchmal ist dieses bisher Unausgesprochene unverständlich, rätselhaft, fremdsprachlich, zuweilen auch undeutlich – es hat seine Sprache ja noch nicht geprägt, es ist ja sozusagen im Stadium der Sprachfindung. Heißt das aber, dass diese werdende Sprache kein Recht hat, ausgesprochen zu werden? Eine Aussprache ist die Kunst im Moment des Werdens, eine Aussprache mit ihr beginnt erst, wenn ein dialogisches Verstehen möglich ist – also: lernen wir Fremdsprachen!”

Diesen Abschnitt habe ich gefunden in den Weiten des Internet – Autor unbekannt

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Atelier Haid

Kunstprojekt auf der schwäbischen Alb – 1995 – 2000 +++ Projekte und Öffentlichkeitsarbeit

1995

Oktober: Tag der offenen Tür

350 Menschen, einem sagenhaften Büfett und neuen Kontakten. Erstes Programm mit Kursen für Malerei und Aquarell.

21.Juli: Tag der offenen Tür

Vorstellung des Projekts mit Musik Vernissage, Kinderspielangeboten und Kaffee und Kuchen

1996

Tag der offenen Tür

Töpfern

Albblick

Pinsel

12.-17. August: Sommercamp

mit Kursangeboten – im Töpfern an der Scheibe, Aufbaukeramik und einem selbst entwickelten Kindertheaterstück mit Pappmachée Puppen.

Ein Angebot mit der Zielgruppe Eltern und Kindern, die in den Gästezimmern des Hauses untergebracht waren.

Projekttag

in Mariaberg mit Jugendlichen zum Thema : Was ist Kunst ?

Ein Ateliernachmittag mit Gesprächen, Bildbesprechungen, Austausch.

Theater

Das Treppenhaus – 4-monatiges Projekt mit einer Wohngruppe (Jugendliche aus der Christian Morgenstern Schule in Reutlingen), unter der Leitung von Susanne Manz.

Improvisation und Entwicklung eines Stückes, dokumentiert in Photos und auf Video.

Töpfern

Kursangebote in von Angelika Sautter – frei buchbar oder auch über die VHS.

Aktzeichen

von Christoph Menschel organisiert und ausgeschrieben. Die Blaue Stunde

Atelierbesuche

Die KünstlerInnen und Künstler kommen zusammen mit Vorstellung der Arbeiten, Ansätze, Methoden und Gespräche- ein sehr fruchtbarer Austausch.

Kreuz & Quer

Oktober 96 bis Februar 97 – Projekt des Atelier Haid mit dem Servicehaus Sonnenhalde

Sechs Künstler/innen und sieben gereifte Herrschaften und 4 Mitarbeiter.

Eine dokumentierte Arbeit (erhältlich im Haus Sonnenhalde) die klar macht, das Kunst alterslos ist und Kommunikation sinnbildend. Die Materialkosten, Transport und Druckkosten der Dokumentation übernahm großzügig das Haus Sonnenhalde. Ebenso wie die zweite Phase teilfinanziert wurde. Aus dem Atelier brachten die Künstler ihre Zeit, Initiative, Können, ihren Raum und die Erstellung der Dokumentation ein. Den Abschluss bildete eine Ausstellung mit Vernissage.

Weihnachtsmarkt

14.12.96 Die Chance hausinternes zu präsentieren. Vom Kunsthandel, Holzspielzeug, Bildern, plastischen Arbeiten, bis zu Misteln, Leckereien, Crepes – alles da.

1997

Atelier Haid e.V. Gründung Gründung des Atelier Haid e.V.

18. April Gründung des Atelier Haid e.V. – Eintrag beim Amtsgericht in Münsingen. Die Hausgemeinschaft und die Kulturwirkstatt als zwei Organe. Zweck des Vereines ist es: Förderung des kulturellen und künstlerischen Lebens auf der schwäbischen Alb.

Ziel ist die Integration von Kunst ins öffentliche Leben.Die Gewerbetreibenden machen Extra Verträge. Firma Götz – Schlosserei, Sautter- Töpferei, zu Gewerbepark üblichen Konditionen. Kulturmiete für die Künstler/Innen.

3. August Tag der Aktionen

Vernissage mit Dudelsack von Rolf Jansen – Kinderbuchlesung, Carolo Co. – Theater ! – Schautöpfern – Filzen mit filmischen Einblicken – Musikalische Improvisationen am Klavier – Martin Hanek

Sommercamp

Das Angebot fürs Sommercamp hatte leider nicht ausreichend Resonanz trotz attraktiver Angebote – z.B. Öllasur, Töpfern, Zeichnen, Aquarell, Kali – Silat, Filzen, Labyrinthgarten, Köpfe Zeichnen und modellieren, tänzerische Improvisationen, Sternzeichen einmal anders.

1999

Ausstellungen

verschiedener Atelier Haid Künstler in andern Orten und Ländern von Arbeiten, die auf der Haid entstanden sind. u.a. Rolf Jansen (Tübingen, Stuttgart), Claudia Gemein (Münsingen, Türkei) Beate Hanek (Reutlingen, Bodensee), Peter Barth (Würtingen, Münsingen), Susanne Manz, Stanko Ropic (Metzingen, Pfullingen, Reutlingen, Mannheim, Pforzheim, Weilheim) Karin Boes(Esslingen, Stuttgart Degerloch) Engelberg Schramm, Christoph Menschel ( Rußland)

Kontakte

– Das Umschwunghaus – Anfragen, Kontakte Ausstellungen
– Die Haid – Reha – Anfragen Kontakte Ausstellungen
– Guth Maas und Maas – Galerie Ausstellungen

Konsolidierungsphase

im Atelier- viel Zeit für eigene Arbeiten; ein fester Stamm – finanzielle Stabilität – immer wieder ausgeschrieben Kursangebote – Beginn der Erstellung einer Homepage fürs Internet

Die Musikgruppe – Klang und Blau ist unterwegs – Martin Hanek, Alex Resch, Rolf Jansen entwickelt eigene Gestaltungsformen; Auftritt bei Vernissagen, Lesungen… begleitet von eingeladenen Gästen